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Schon bei den Pionieren Amerikas war der Dutch Oven als Allzweck-Kochgeschirr im Einsatz. Heute avanciert er zum Liebling begeisterter Outdoor-Köche auf der ganzen Welt. Wir zeigen Ihnen, wie man das Kochgeschirr im Garten, auf der Terrasse oder unterwegs beim Camping nutzt und was Sie damit alles für Ihre Gäste zubereiten können.
Seine große Fangemeinde nennt den Dutch Oven liebevoll nur kurz 'DO' oder 'Dopf'. Der massive Topf aus offenporigem Gusseisen ist nicht nur zum Kochen und Schmoren ideal, sondern auch zum Braten, Frittieren und sogar zum Backen. Ein typischer Feuertopf steht auf kleinen Füßchen, sodass sich darunter leicht Brenngut verteilen lässt. Sein dicht schließender Deckel mit hochgezogenem Rand dient dazu, Kohle oder Briketts sicher auflegen zu können. So kann mit Ober- und Unterhitze gegart werden. Der Deckel hat zudem oft kleine Füße, damit man ihn umgedreht als Pfanne benutzen kann.
Am Henkel lässt sich der Dutch Oven auch an einem Haken über der Glut aufhängen. Seine Beliebtheit hat der 'Dopf' den physikalischen Eigenschaften von Gusseisen zu verdanken: Es absorbiert die Wärme langsam und gibt sie nach und nach gleichmäßig ans Kochgut ab – optimal für eine schonende Zubereitung.
Und Gusseisen kann die Wärme lange Zeit speichern, auch wenn die Hitzequelle nicht mehr besteht. Außerdem punktet der Feuertopf mit seiner Patina aus Fett, das innen ins Gusseisen eingebrannt ist: Sie bietet einen verlässlichen Antihafteffekt – nichts brennt an, es sei denn, man überhitzt den Topf lange Zeit.
Um die Patina zu erhalten, sollten Sie den Dutch Oven gleich nach dem Essen reinigen – aber nur mit Wasser und einem weichen Schwamm. Am besten, wenn der 'Dopf' noch heiß ist, dann lassen sich anhaftende Reste leicht mit einem Holz-Spatel entfernen. Durch die Verwendung von Spülmittel würde die Patina angegriffen und Seife in die Poren dringen – was den Antihafteffekt und das nächste Essen ruiniert!
Nach der Reinigung folgt vorbeugend eine Behandlung mit neutralem Speiseöl gegen Rost. Ein Feuertopf kann direkt in der Glut eines Feuers genutzt werden. Für eine bessere Temperaturkontrolle bieten sich Grillbriketts an, die sich leichter dosieren lassen und einen homogenen Heizwert haben. Je nach Rezept werden sie auf und unter dem 'Dopf' verteilt.