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Die richtige Dämmung sorgt dafür, dass die Wärme im Raum und die Heizkosten im Rahmen bleiben. In den meisten Fällen werden Häuser an der Außenwand gedämmt. Doch es gibt Gründe, warum eine Wärmedämmung von außen nicht möglich ist. In solchen Momenten bietet es sich an, die Außenwand von innen zu dämmen.
Mit ein wenig handwerklichem Geschick lässt sich eine solche Innendämmung auch in Eigenregie durchführen. Allerdings ist hier die Wahl des richtigen Dämmstoffs ebenso wichtig wie die absolut akkurate Ausführung – ansonsten könnte der Schaden größer sein als der Nutzen. Worauf Sie achten müssen, welche Materialien Sie brauchen und wie's geht, erfahren Sie hier.
Bei Neubauten werden in aller Regel die Außenwände gedämmt. Es gibt aber auch einige Fälle, in denen eine Innenwanddämmung die bessere bzw. einzige Lösung ist:
Wenn sich auf der Fassade historische Stuck-, Klinker- oder Fachwerkelemente befinden, sollten bzw. müssen diese erhalten bleiben und können nicht von einer Dämmung überdeckt werden.
Eine Außenwanddämmung kostet Platz. Wenn das Nachbarhaus oder das Nachbargrundstück zu nah an Ihr Haus heranragen, kann eine Dämmung von außen nicht möglich oder sehr schwierig sein.
Es gibt Fälle, in denen sich die Eigentümergemeinschaft gegen eine Außendämmung entscheidet. Als Wohnungseigentümer:in bleibt Ihnen dann nur, Ihre Wohnung von innen zu dämmen. Das ist übrigens auch Mieter:innen erlaubt, wenn der Vermietende zustimmt. Wenn Sie sich erst einmal entschlossen haben, Ihre Außenwände von innen zu dämmen, können Sie sich über einige wesentliche Vorteile freuen:
Damit eine Außenwand von innen gedämmt werden kann, müssen einige Voraussetzungen erfüllt sein:
Wenn Sie die Fassade schonen und die Wände von innen dämmen möchten, gibt es zwei Möglichkeiten: Beide stellen wir Ihnen nachfolgend vor.
So genannte Dämmplatten werden direkt auf die Wand aufgeklebt oder gedübelt. Um Dämmplatten – beispielsweise aus Kalziumsilikat – direkt an der Wand zu befestigen, müssen Sie wie folgt vorgehen:
Ein Tipp: Achten Sie darauf, dass Klebemörtel & Co. vom Hersteller-Unternehmen der Platten zugelassen sind!
Eine an der Wand befestigte Unterkonstruktion aus Holz oder Metall – die Vorsatzschale – nimmt das Dämmmaterial auf. Anschließend wird eine Bauplatte davor montiert. Mit einer Vorsatzschale, die sich ganz leicht an der Wand anbringen lässt, können Sie die Innenwand in Leichtbauweise dämmen. So geht's:
Achten Sie darauf, dass sich keine Hohlräume hinter der Dämmung bilden. Hier kann sich Feuchtigkeit sammeln und Schimmel bilden.
Um Wärmebrücken im Bereich der Fenster zu vermeiden, müssen Sie die Dämmung auch in der Fensterlaibung fortsetzen. Mehr über das Dämmen der Fensterlaibung erfahren Sie hier.
Als Dampfbremse sollte eine Spezialfolie verwendet werden (Ausnahme: kapillaraktives Dämmmaterial). Damit müssen alle Nähte und die Anschlüsse an die Wände, die Decke und den Fußboden luftdicht abgeschlossen werden, am besten mit einem speziellen Kartuschenkleber oder einem Kompriband und einer zusätzlichen Anpressleiste.