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Oberfräsen

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Grundlagen zur Oberfräse

Die Oberfräse st ein unverzichtbares Werkzeug vor allem bei der Bearbeitung von Holz – aber auch anderen spanbaren Werkstoffen wie Kunststoff, die meisten Nichteisenmetalle oder Mineralien. Mit der Oberfräse lassen sich Nuten erstellen, Kanten bearbeiten („Kanten brechen“) oder Verzierungen fräsen. Sie ist also gleichermaßen für die Konstruktion von Möbeln und bei der dekorativen Holzbearbeitung einsetzbar.

Dabei ist die Oberfräse eigentlich ein recht simples elektrisches Werkzeug: Ein Motor ist über zwei Führungssäulen mit einer Grundplatte verbunden. An der Motorunterseite lassen sich verschiedene Fräseinsätze montieren. Die Grundfunktion der Maschine besteht darin, die schneidenden Fräser mit hoher Drehzahl und in einer bestimmten Höhe ins Material zu führen. Ihre Vielseitigkeit erhält die Oberfräse durch zusätzliche Bedienelemente und Justiermöglichkeiten.

Beachten Sie: Holzstäube sind nicht ganz ungefährlich. Achten Sie darauf, dass die Oberfräse über einen Absaugstutzen für den Werkstattsauger verfügt. Und: Bereits ein kleiner Funke auf Holzstäuben reicht aus, um einen rasch verlaufenden Brand auszulösen. Räumen Sie nach getaner Arbeit deshalb immer gut auf und säubern den Arbeitsplatz gründlich. 

Aufbau und Funktion der Oberfräse

Verschiedene Justier- und Bedieneinrichtungen eröffnen kreative Möglichkeiten bei der Holzbearbeitung mit der Oberfräse. So sind etwa die Spannzangen in der Fräseraufnahme bei vielen Geräten austauschbar. Dadurch lassen sich verschiedenste Fräser mit unterschiedlichen Schaftdurchmessern einspannen. Achten Sie bei Kauf auf eine Absaugvorrichtung, damit die Frässtelle und vor allem die Raumluft weitgehend frei von Holzstaub und -spänen bleibt. 

Fräser für die Oberfräse

Nur mit hochwertigen Fräsern erzielen Sie beste Ergebnisse! Achten Sie deshalb beim Kauf der Fräser auf Qualität. So sollten die Schäfte lang, sauber und unbeschädigt sein. Fräser mit kugelgelagertem Anlaufring sind solchen mit Anlaufzapfen vorzuziehen: Ein kugelgelagerter Ring führt die Fräse leicht und gleichmäßig am Material. Die Hartmetallplättchen sollten schräg zur Fräserachse aufgelötet sein und die Schneide gleichmäßig und nur maximal drei Millimeter über den Grundkörper heraus stehen – andernfalls brechen sie schnell ab.

Beachten Sie: Schlecht aufgelötete Hartmetallschneiden erkennen Sie an einer dicken Wulst. 

Für nahezu jede gestellte Aufgabe steht ein geeigneter Fräser bereit. Ihr Einsatz wird vor allem durch die Form der Schneide und des Materials, aus dem der Fräser gefertigt ist, bestimmt.

  • Für die Bearbeitung von Weichhölzern, sind zum Beispiel Fräserrohlinge aus Hochleistungsschnellschnittstahl (HS) zu empfehlen.
  • Robuster und langlebiger sind Hartmetall bestückte Fräser (HW für Harthölzer, Plattenwerkstoffe oder Kunststoffe).
  • Je nach Größe der aufgelöteten Hartmetallplättchen sind sie für harte Werkstoffe (kleinere Partikel) oder weichere Materialien (größere Partikel) geeignet.

 

Nuten, Falze, Schlitze oder Federn – die Form des Fräsers bestimmt das Arbeitsergebnis. Für die Erstellung klassischer Holzverbindungen ist die Oberfräse ein bestens geeignetes Werkzeug. Mit dem Nutfräser schneiden Sie Nuten in Plattenkanten. Der Federfräser schneidet das Gegenstück – die Feder – in einem Arbeitsgang.

Mit dem T-Nutfräser erstellen Sie im Handumdrehen Nuten für Böden in Schubladen oder Kassetten in Rahmen. Der Falzfräser schneidet rechteckige Aussparungen an Kanten von Türen, Platten oder Schubladen. 

Aufgeklebte, überstehende Furniere oder Aufdopplungen an Kanten gleichen Sie mit einem Bündigfräser aus. 

Nicht nur für den konstruktiven Einsatz gibt es entsprechend geformte Fräser, auch für dekorative Aufgaben stehen zahlreiche Exemplare zur Auswahl:

  • Feine Zierlinien und Schriften erstellen Sie mit dem Schriftenfräser.
  • Der V-Nutfräser eignet sich in der Fläche zum Fräsen von V- und Ziernuten. Führen Sie diesen Fräser außen am Holz, bricht er die Kanten (Anfasen).

 

Der Anlaufring des Fasefräsers ermöglicht das Anfasen von Kanten ohne Parallelanschlag. 

Fräser montieren

Gängig sind Fräser mit 6-, 8- und 12-Millimeter-Schaft. Zu jeder dieser Schaftgrößen gibt es auch eine passende Spannzange (für Oberfräsen mit austauschbaren Spannzangen). In diese stecken Sie den Fräser der wiederum mithilfe einer Überwurfmutter in der Fräseraufnahme festgespannt wird. 

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