Feuchte Kellerwände mit Putz sanieren

Schäden am Bauwerk durch mangelhafte Abdichtung und Dämmung treten in der Regel zuerst im Keller oder Untergeschoss auf. Damit sich feuchte Wände, Schimmel und Co. nicht ausbreiten und die Grundsubstanz des gesamten Hauses schädigen, sollten Sie schnellstens nach den Ursachen forschen: Kommt bei der Freilegung des Kellermauerwerks eine marode ungeschützte Vollziegelsteinmauer zum Vorschein – wie im gezeigten Beispiel – beheben Sie den Schaden durch eine neue und sorgfältige Abdichtung des Mauerwerks.

Beachten Sie: Ist die Sanierung von außen nicht möglich (z. B. öffentlicher Gehwege, nicht unterkellerter Anbau, etc.), müssen Sie den Keller von innen in mehreren Schichten abdichten. Wie das funktioniert, lesen Sie im BAUHAUS Ratgeber Keller von innen sanieren.

1.. Kellerwand vorbereiten

Schlagen Sie lockeren Putz und überstehenden Mörtel ab und entfernen Sie alte Farben oder Bitumenbahnen. Kehren Sie anschließend das Mauerwerk gründlich mit einem Besen ab. Gegebenenfalls lose Partikel mit einem Hochdruckreiniger beseitigen. Verschließen Sie außerdem alle größeren Risse und Fehlstellen mit Rohbauspachtel.

Damit der neue Putz auf dem Mauerwerk auch gut haftet, tragen Sie einen satten Voranstrich mit Tiefengrund auf. Entweder mit einem Quast oder mit einem Drucksprüher.

2. Kellerwand von außen neu verputzen

Den Rohbauspachtel zum Verputzen mischen Sie nach Herstellerangaben in einem Mörtelkübel an
(z. B. Zementputz der Mörtelgruppe P III) und lassen ihn rund fünf Minuten anziehen, bevor Sie ihn erneut aufrühren.

Nun verputzen Sie das Mauerwerk abschnittsweise, indem Sie den Mörtel mit einer Maurerkelle auf eine Glättkelle streichen und aufziehen.
 

Halten Sie die Glättkelle beim Auftrag leicht angewinkelt. Nach 30 bis 90 Minuten reiben Sie den aufgetragenen Putz mit einem feuchten Reibe-, Filz- oder Schwammbrett glatt.
 

Beachten Sie: Gegebenenfalls müssen Sie weitere Abdichtung anbringen (z. B. Bitumen-Dickbeschichtung, Dämmplatten, Noppenbahn) und zusätzlich noch eine Drainage legen.

Bildergalerie Feuchte Kellerwände mit Putz sanieren

Wasser in der Baugrube

Zieht sich die Sanierung zeitlich in die Länge, regnet es zwischendurch und ist der Boden zudem noch sehr lehmig, fließt möglicherweise das Regenwasser in der Baugrube nicht ab. Pumpen Sie dann das Sickerwasser mit einer Tauch- und Schmutzwasserpumpe ab.

Beachten Sie: Am besten bei gutem Wetter und an einem Stück die Abdichtmaßnahmen möglichst schnell ausführen (hören Sie den Wetterbericht, bevor Sie mit den Arbeiten beginnen).

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