Gartenteichpflege das ganze Jahr

Der Grat zwischen dekorativem Mini-See und Tümpel ist schmaler, als man denkt. Damit es nicht so weit kommt, heißt es, sich regelmäßig um die Pflege des Gartenteichs und dessen Umgebung zu kümmern. Achten Sie beim Anlegen des Gartenteichs bereits darauf, dass das grüne Drumherum nicht zu dicht an die Wasserfläche reicht, sonst fallen ständig abgestorbene Pflanzenteile ins Wasser. Und: Die Uferbepflanzung immer schön im Zaum halten.

Wie Sie einen völlig verwilderten Gartenteich sanieren erfahren Sie im BAUHAUS Ratgeber Gartenteich sanieren.

1. Gartenteichpflege: Arbeitsauftakt im Frühling

Ab zwölf Grad Celsius Wassertemperatur kann es mit der Teichpflege nach der Winterruhe wieder losgehen! Testen Sie zunächst das Teichwasser auf seinen pH-Wert und seinen Nitrit-Nitrat-Gehalt – gegebenenfalls müssen Sie einen Teilwasserwechsel durchführen. Sind die Werte in Ordnung aber der Wasserpegel ist insgesamt gesunken, füllen Sie das Wasser auf die normale Höhe wieder auf. 

Beheben Sie mögliche Schäden am Ufer (z. B. durch Eis) und reinigen Sie den Teich mit einem Schlammsauger. Lücken in der Teichbepflanzung können Sie nun auffüllen. Haben sich die Pflanzen hingegen zu breit gemacht, dünnen Sie sie aus. Checken Sie außerdem alle Pumpen, Filter und UVC-Klärer und nehmen diese anschließend wieder in Betrieb (bzw. setzen diese wieder ein). Beachten Sie dabei: Bei dauerhaftem Einsatz von UVC-Klärern müssen die Lampen jährlich ausgewechselt werden. Falls in Ihrem Teich Fische leben, füttern Sie sie nun langsam an. Empfindliche Fische (oder/und exotische Pflanzen) sollten Sie aber erst ab einer Mindestwassertemperatur von 15 Grad Celsius aus dem Winterquartier holen und in den Teich einsetzen.

Um eine stets hohe Wasserqualität zu gewährleisten, sollten Sie Algen sofort bekämpfen, wenn sie sichtbar werden. Ab jetzt heißt es also regelmäßig mit einem Kescher Algenteppiche, Fadenalgen, abgestorbene Pflanzenteile, Blüten & Co. aus dem Teich entfernen, bevor sie sich zersetzen und das Wasser mit Nährstoffen anreichern.

Beachten Sie: Algizide vorsichtig verwenden. Vor Gebrauch stets Etikett und Produktinformationen lesen!

2. Gartenteich: Rundum-Pflege im Sommer

Bei großer und lang anhaltender Hitze prüfen Sie regelmäßig den Wasserspiegel, die Wasserwerte, den Sauerstoffgehalt und die Temperatur. Bei mehr als 22 Grad Celsius beziehungsweise zu viel Verdunstung geben Sie kaltes Wasser zu. Vergessen Sie auch nicht die Uferzone – bei großer Trockenheit sollten sie diese ebenfalls regelmäßig wässern.

Für genug Sauerstoff im Wasser: Frisches Wasser (möglichst Regenwasser aus der Zisterne) und Sauerstoff-Tabs. Für größere Teiche bis 36 Quadratmeter garantiert ein Durchlauffilter klares Wasser durch eine ideal aufeinander abgestimmte Kombination von Filtersystem und Pumpe mit effektiver UVC-Technik. Somit ist eine Sauerstoffanreicherung durch spezielle Wasserführung sichergestellt. Durchlauffilter stehen oberhalb des Wasserspiegels, sodass das Wasser drucklos zurück in den Teich fließt.

Bei starkem Pflanzenwachstum schneiden Sie diese zurück (zu groß gewordene Seerosen durch Teilen der Rhizome verkleinern) und entfernen abgestorbene Teile. Gegen trübes Wasser und Algen setzen Sie am besten Teichklärer ein beziehungsweise fischen diese zusammen mit Wasserlinsen sofort ab.

3. Gartenteichpflege: Ruhephase einleiten im Herbst

Sinkt das Thermometer unter zwölf Grad Celsius, stellen Sie die Fütterung der Fische langsam ein. Nehmen Sie nicht winterharte Teichpflanzen aus dem Wasser und überwintern diese frostfrei. Fischen Sie außerdem Laub stets von der Wasseroberfläche beziehungsweise beugen mit einem Laubschutznetz vor. Schneiden Sie Rohrkolben, Schilf und Ähnliches kurz über der Wasserlinie ab – zum späteren Gasaustausch bei geschlossener Eisfläche. Abgestorbene Pflanzenteile schneiden Sie ab.

Den Filter und die Pumpe säubern sie gründlich und lagern diese frostfrei (Pumpe im Wassereimer lagern). Vergessen Sie auch nicht vor dem ersten Frost die Wasserleitungen und Schläuche zu entleeren.

4. Gartenteichpflege: Wichtige Handgriffe im Winter

Entfernen Sie vor dem ersten Schneefall, und wenn vorhanden, unbedingt das Laubschutznetz. Die Fische sollten Sie nun ins Überwinterungsquartier umsetzen – außer der Teich ist mindestens 90 bis 120 Zentimeter tief. Allerdings muss dann das Zufrieren unbedingt verhindert werden, sonst können Sauerstoff und Faulgas nicht entweichen. Setzen Sie hierfür über der tiefsten Stelle im Teich einen Eisfreihalter ein. Sollte die Eisfläche außerdem zugeschneit sein, fegen Sie sie mit einem Besen ab, damit Licht das Wasser erreicht. 

Zu viel Schlamm im Teich

Besonders bei Fischbesatz oder natürlicher Besiedelung durch Amphibien und Insekten fällt in stehenden Gewässern einiges an Sediment und Schlamm an. Mit verschiedenen Düsen ausgestattet, lassen sich mit einem Schlammsauger ganz einfach Fischkot, Fadenalgen und Schlamm im Handumdrehen vom Teichgrund entfernen. Aber Achtung: Die tiefsten Stellen zur Überwinterung von Fischen mit Schlamm gefüllt lassen. 

Die drei wichtigsten Komponenten für klares Teichwasser

Filtertechnik ist ganz einfach. Und egal für welchen Filtertyp Sie sich entscheiden, Sie benötigen drei Komponenten, um klares Wasser zu erhalten:

  1. Filterpumpe: Sie muss Wasser zum Filter pumpen, sollte stromsparend und für den Dauerlauf geeignet sein. Denn Sie muss 24 Stunden pro Tag betrieben werden, damit die Biologie im Filter immer mit frischem Sauerstoff versorgt wird. Denn die Biologie kann nur den Sauerstoff aus dem Wasser aufnehmen, und sobald der Sauerstoff im Filterbehälter aufgebraucht ist, beginnt die wertvolle Biologie auszusterben.
     
  2. Filter: Der Filter baut in drei Abbaustufen (Nitrifikation 1. und 2. Ordnung sowie Denitrifikation) Gift- und Nährstoffe ab. Angefangen bei Ammonium/Ammoniak über das giftige Nitrit hin zu Nitrat und dem später nicht mehr im Wasser verfügbaren Stickstoff. Er sorgt so für eine deutlich bessere Wasserqualität und reduziert den Nährstoffgehalt, der sonst den Algen zur Verfügung steht. Ein Filter sollte leicht zu reinigen sein und ausreichend groß dimensioniert sein.
     
  3. UVC-Licht: Der Filter allein wird es nicht schaffen, einhundert Prozent aller im Wasser verfügbaren Nährstoffe abzubauen. Somit wird es trotz Filter immer noch Algen geben. Hier kommt das UVC-Licht zum Einsatz: Die restlichen Algen werden durch das UVC-Licht bestrahlt, sodass die Zellstruktur beschädigt und die Algen vom Filter herausgefiltert werden können. Die UVC-Leistung (Intensität) des Leuchtmittels nimmt mit der Zeit ab und sollte nach etwa einem Teichjahr ( ca. 8.000 Betriebsstunden) gewechselt werden. 

Individueller Miniteich auf der Terrasse

Wer wenig Platz zur Verfügung hat, der kann dekorative Pflanzgefäße mit wenig Aufwand zu einem individuellen Miniteich auf der Terrasse umrüsten: Hierfür dichten Sie die Pflanzgefäße mit Kunststoffeinsätzen (sofern nicht schon enthalten) oder Teichfolie gut ab. Wählen Sie die geeigneten Pflanzen aus, am besten solche, die in ihren Töpfen bleiben können, und arrangieren diese in den Kästen. Dann nur noch Wasser einfüllen und fertig ist das Wasserbiotop auf der Terrasse! Eine kleine Pumpe sorgt für Bewegung und Belüftung, sodass kein vermehrter Algenwuchs entsteht.

Beachten Sie: Die Pflanzen im Herbst entnehmen und in einem passenden Gefäß an einem geschützten Ort überwintern.

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