Wände mit Vliesfaser tapezieren

Anders als herkömmliche Papier- oder Raufasertapeten werden Vliestapeten in der Wandklebetechnik verarbeitet und einfach trocken ins Kleisterbett gelegt. Für Problemwände ist die dimensionsstabile Vliesfasertapete besonders gut geeignet. Der Grund liegt in ihrer reißfesten Trägerschicht aus Fasermaterial (Zellstoff, Textilfasern). Diese dehnt sich unter dem Einfluss von Feuchtigkeit nicht aus und zieht sich folglich auch beim Trocknen nicht zusammen. Selbst bei starker Durchfeuchtung lässt sich Vliesfaser gut schneiden und kleben. Das Material ist so stabil, dass es auch über kleinere Wandrisse geklebt werden kann, ohne Schaden zu nehmen.

Wie Sie auf diese Art und Weise auch Decken tapezieren, lesen Sie im BAUHAUS Ratgeber Decke mit Vliesfaser tapezieren.

Untergrund vorbereiten

1. Schritt: Der Untergrund ist tapezierfähig, wenn er sauber, glatt, von Tapetenresten befreit sowie ohne Unebenheiten und ohne große Farbunterschiede ist! Entfernen Sie schadhafte Putzstellen und alte Klebereste gründlich mit einem Spachtel.

2. Schritt: Gegebenenfalls streichen Sie die Wände mit einem pigmentierten Tapetengrund, damit farblich variierende Untergründe später nicht durch die Tapete scheinen.

Weitere Informationen finden Sie im BAUHAUS Ratgeber "Untergrund für Wandbeläge vorbereiten"

Vliestapete anbringen

Einer der Vorteile von Vliestapeten besteht darin, sie direkt an der Wand zu verarbeiten:

1. Schritt: Tragen Sie den Kleister mit einer speziellen Kleisterrolle, die ein spritzfreies gleichmäßiges Arbeiten garantiert, direkt auf die Wand auf.

2. Schritt: Setzen Sie die Oberkante der zugeschnittenen Vliesfaser an der Deckenkante an, drücken Sie sie in das Kleisterbett und richten sie dann mit Hilfe eines Lots senkrecht aus. Da Ecken selten ganz gerade sind, dürfen sie nicht als Bezugslinie gewählt werden.

Beachten Sie: Verwenden Sie zum Tapezieren von Vliesfaser nur einen Spezialkleber. Es hat sich bewährt, den Kleister satt aufzutragen. So bleibt die Tapetenbahn beweglich und Sie können sie in Ruhe ausrichten. Vermeiden Sie außerdem während der Tapezierarbeiten starkes Heizen und Zugluft!

3. Schritt: Die Überstände an der Decke, an Ecken sowie am Boden mit dem Spachtel fest in die Ecken drücken und entlang des Spachtels mit einem scharfen Cutter-Messer abschneiden. Ebenso an Steckdosen, Fensterlaibungen und anderen Gegebenheiten vorgehen.

4. Schritt: Drücken Sie die Vliestapete nun mit einer Gummirolle blasenfrei an.

5. Schritt: Im Weiteren kleben Sie die einzelnen Tapetenbahnen exakt auf Stoß aneinander. Zum Andrücken der Stoßkanten empfiehlt es sich, einen Nahtroller zu verwenden. Und keine Angst: Vliestapeten sind weniger empfindlich als Papiertapeten.

Wie tapeziert man um Steckdosen und Schalter?

Schneller Tapetenwechsel

Ein weitere Vorteil der Vliesfasertapete: Sie lässt sich später wieder restlos von der Wand abziehen. Das vereinfacht den Tapetenwechsel, denn die Wände sind nach dem Ablösen sofort wieder für eine neue Tapete bereit. So können Sie öfter mal ohne großen Tapezieraufwand ihre Wandbekleidung ändern.

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