Sie möchten Ihre Wände verputzen und suchen nach einer verständlichen Schritt-für-Schritt-Anleitung? Unsere BAUHAUS-Fachleute zeigen Ihnen, wie Sie selbst als Anfänger Ihre Innenwände professionell verputzen können. Ob Rollputz, Glattputz oder Reibeputz – wir erklären die Unterschiede und geben Profi-Tipps. Erfahren Sie alles über die Vorbereitung, das Anrühren des Wandputzes und die verschiedenen Auftragstechniken. Lesen Sie weiter und machen Sie Ihre Wände zu einem echten Blickfang.

Wände verputzen – 3 beliebte Techniken

Bevor Sie loslegen, sollten Sie sich die Frage stellen: Rollputz, Glattputz oder Reibeputz – welcher ist die passende Technik für Ihre Wand?


Putz wird auf Wände aufgetragen, um diese zu festigen, zu schützen oder Unregelmäßigkeiten wie Fugen oder Löcher auszugleichen und eine glatte Oberfläche zu erhalten. Dafür gibt es verschiedene Techniken. Erfahren Sie, wie diese Methoden sich unterscheiden und welche am besten zu Ihren Wänden passt.

Glattputz

Glattputz schafft eine besonders ebene, glatte Wand. Wir empfehlen, ihn mit einer Kelle und anschließend mit einem Glätter aufzutragen. Seine glatte Oberfläche ist pflegeleicht und vielseitig, besonders für moderne, minimalistische Räume. Somit eignet er sich perfekt zum Verputzen von Wänden in Wohn- und Schlafbereichen.


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Roll- und Streichputz

Roll- und Streichputz sind besonders einfach aufzutragen. Unsere Fachleute empfehlen diese Methode für glatte, gleichmäßige Oberflächen. Sie benötigen nur eine Rolle oder einen Pinsel. Ideal für Anfänger und kleine Flächen. Mit unserer Anleitung gelingt Ihnen das Wände verputzen schnell und unkompliziert.


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Reibeputz

Reibeputz ist mit seiner körnigen Struktur dekorativ und robust. Am besten tragen Sie ihn mit einer Kelle auf und gestalten mit einem Reibebrett durch Reibebewegungen die gewünschte Struktur. 

Beim Wände verputzen mit Reibeputz erhalten Sie eine widerstandsfähige Oberfläche mit markanter Struktur. Entsprechend empfehlen wir diesen Wandputz besonders für stark beanspruchte Wände beispielsweise im Flur und Treppenhaus.


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Schritt 1: Untergrund vorbereiten

Das Wichtigste beim Verputzen einer Wand ist, den Untergrund richtig vorzubereiten: Er sollte trocken, sauber, riss- und staubfrei sein.

Bevor Sie beginnen, sollten Sie Boden, Decken sowie alle Flächen, die nicht verputzt werden, großflächig mit Abdeckfolie oder Malervlies schützen.

Fangen Sie dann damit an, lose Bestandteile von der Wand abzubürsten oder zu fegen. 

Anschließend sollten Sie Löcher oder Vertiefungen verfüllen und Sie am besten vorab mit Spachtelmasse abglätten, da einige Putze (z. B. Reibeputze) keine Löcher oder ausgebrochene Putzstellen überbrücken können – egal wie dick Sie sie auftragen. Für die verschiedenen Löcher gehen Sie unterschiedlich vor.

Dieses Material und Werkzeug brauchen Sie zum Wände verputzen

Häufige Fragen zum Verputzen von Wänden

Unsere BAUHAUS-Fachleute beantworten Fragen, die viele Kunden rund ums Wände verputzen stellen.

Was kostet Wände verputzen?

Die Kosten für das Verputzen einer Wand orientiert sich nach Art des Putzes und der Größe der Wandfläche. Hier sind zwei Beispiele:

  • Ein einfacher Kalkputz kostet bei BAUHAUS etwa 12,95 Euro pro 30 kg Sack, was rund 0,43 Euro pro Kilogramm entspricht. Für eine 20 Quadratmeter große Wand benötigen Sie etwa 8 Säcke, was insgesamt ca. 104 Euro kostet. Das entspricht ungefähren Kosten von 5,20 Euro pro Quadratmeter.

  • Ein Dekorputz, wie z. B. ein Buntsteinputz, kostet etwa 57,95 Euro für einen 20 kg Eimer. Für die gleiche Fläche von 20 qm benötigen Sie ungefähr 6 Eimer, was insgesamt etwa 347 Euro kostet. Das entspricht einem Preis von 17,35 Euro pro Quadratmeter Wandfläche.

Mit diesen Preisen sollten Sie eine Orientierung haben, um die Kosten für Ihren Wandputz zu planen.

Sollten Sie die Arbeiten von einer Fachkraft durchführen lassen, holen Sie sich am besten ein verbindliches Angebot, das Arbeitszeit und Materialkosten enthält.

Wer verputzt Innenwände?

Innenwände können Sie selbst verputzen, wenn Sie handwerklich geschickt sind. Das spart Geld und Zeit.

Wenn Sie größere Wände verputzen wollen oder sich unsicher sind, empfehlen unsere Fachleute, einen Maurer-Fachbetrieb zu beauftragen. So wird das Ergebnis glatt und schön.

Wie verputzt man Ecken?

Um Wandecken wirklich sauber und glatt zu verputzen und um die fertig verputzten Kanten vor Stößen zu schützen, verwenden Sie am besten sogenannte Putzeckprofile.

Diese Eckprofile sind für den Innenbereich und den Außenbereich erhältlich, werden mit Putzbatzen befestigt und anschließend verputzt. Zum Ausarbeiten von Innenecken verwenden Sie idealerweise sogenannte Inneneckenkellen.

Welches Werkzeug verwendet man zum Wände verputzen?

Neben Geschick und etwas Übung brauchen Sie zum Verputzen unter anderem folgende Werkzeuge:

  • Mörtelkübel

  • Rührquirl

  • Abziehleiste/Kartätsche

  • Putzeckprofile sowie Putzleisten oder Putzlehren

  • Kellen in verschiedenen Größen und Ausführungen

  • Spachtel in verschiedenen Größen und Ausführungen

  • Reibebretter in verschiedenen Größen und Ausführungen

  • Wasserwaage

Wände verputzen - welcher Putz?

Wandputze bestehen in aller Regel aus Mörtel mit Füllstoffen beziehungsweise Zuschlagstoffen wie Sand oder Polystyrol und einem Bindemittel.

Anhand des zugesetzten Bindemittels unterscheidet man die verschiedenen Putzarten: Gips, Kalk oder Zement aber auch Kombinationen wie Gipskalk oder Kalkzement. Daneben gibt es noch mineralische Lehmputze sowie Kunststoff-Putze.

Spezielle Zusätze verleihen der Putzschicht darüber hinaus charakteristische Besonderheiten. So gibt es beispielsweise Sanier- und Feuchteschutzputze. Für den Innenbereich stehen Putze zur Abschirmung elektrischer und elektromagnetischer Felder, Putze zur Verbesserung der Raumakustik sowie besondere Dekorputze zur Verfügung.

Tapezieren oder verputzen?

Ob Tapete oder Putz – jeder Wandbelag bringt gewisse Vorteile und Nachteile mit sich.

Wandputz - Vor- & Nachteile

Vorteile

  • Unterputz kann tapeziert, gestrichen oder mit Fliesen verkleidet werden

  • Dekorputz ist in vielen Strukturen und Farben erhältlich

  • je nach Putz gutes Raumklima und feuchtigkeitsregulierend (z. B. Kalkputz)

  • gebrauchsfertige Streich- und Strukturputze einfach in der Anwendung

  • langlebiger Wandbelag

  • immer wieder farbig überstreichbar

  • je nach Putz schnelle Trocknung und Weiterverarbeitung (z. B. Gipsputze)

Nachteile

  • je nach Putz zum Teil lange Trockenzeiten

  • Wände verputzen braucht Übung

  • relativ hoher Arbeitsaufwand durch Abkleben/Spritzschutz

  • schwer von der Wand zu entfernen

  • Putz muss genau ausgewählt werden, da sich einige Putze nicht für Feuchträume eignen (z. B. Gipsputz)

  • je nach Putz schwer aufzutragen

Tapete - Vor- & Nachteile

Vorteile

  • großen Auswahl an unterschiedlichen Tapetenarten und -kollektionen, Optiken und Designs

  • relativ einfach anzubringen

  • vergleichsweise leicht entfernbar

  • kein Abkleben notwendig

Nachteile

  • relativ zeitaufwendig bei Räumen mit vielen Ecken und Kanten

  • relativ hoher Arbeitsaufwand durch Abmessen, exaktes Zuschneiden und Kleben

  • altern schneller als Wandputz und Gefahr des Tapetenrisses

  • je nach Tapete vergleichsweise hohe Materialkosten

Wie verputzt man eine Rigipswand?

So verputzen Sie Trockenbauwände aus Gipskartonplatten:

  • 1. Verspachteln Sie zunächst alle Schraublöcher, Trockenbau-Eckprofile und Fugen mit für Gipskarton geeigneter Fugenspachtelmasse. Armieren Sie Fugen zwischen den Gipskartonplatten ggf. mit einem Glasgewebeband. Tragen Sie dabei die Spachtelmasse quer zur Fuge mit einer Glättekelle auf und drücken Sie diese dann hinein. Entfernen Sie die herausquellende Masse mit der Kelle entlang der Fuge und drücken Sie diese in die nächste Fuge.

  • 2. Schließen Sie Boden- und Deckenfugen mit überstreichbarem Acryl oder mit Silikon.

  • 3. Schleifen Sie nach dem Trocknen alle Unebenheiten glatt und bürsten Sie den Staub mit einem Besen gründlich ab.

  • 4. Grundieren Sie die Platten mit einem geeigneten Tiefengrund.

  • 5. Tragen Sie nach dem Trocknen gebrauchsfertigen Roll- oder Streichputz mit Quast, Bürste, einem Pinsel oder Lammfellroller auf.

Wie verputzt man eine Betonwand?

So verputzen Sie eine Betonwand in Innenräumen:

  • 1. Verspachteln Sie zunächst alle Löcher, Risse, Ausbrüche und bröselnden Beton mit geeigneter Spachtelmasse.

  • 2. Gegebenenfalls Betonwand schleifen (z. B. bei sehr unterschiedlichen Porengrößen)

  • 3. Grundieren Sie die Betonwand mit einem geeigneten Haftgrund.

  • 4. Nach dem Trocknen die grundierte Betonwand mit einem geeigneten Fertigputz verputzen.

Wie verputzt man OSB-Platten?

So verputzen Sie OSB-Platten in Innenräumen:

  • 1. Staub mit einem Besen gründlich von OSB-Platten abbürsten.

  • 2. Haftgrund auf Acrylbasis vollflächig auftragen.

  • 3. Armierungsgewebe (an den Stößen der Platten überlappend) mit Hilfe von flexiblem Fliesenkleber befestigen.

  • 4. Überschüssige Fliesenkleber abziehen.

  • 5. Nach dem Trocknen eine geeignete Grundierung auftragen.

  • 6. Nach dem Trocknen auf die grundierten OSB-Platten eine dünne Putzschicht (Leichtputz bis 1 cm) in zwei Arbeitsgängen auftragen (siehe Anleitung oben).