Gemüsebeet anlegen: Was muss ich beachten?

Mit dem letzten Frost fällt der Startschuss für die Freilandsaison: Jetzt schlagen Gemüsegärtner so richtig los! Wir verraten Ihnen, wie Sie das Beet vorbereiten, welchen Pflanzplan Sie einhalten sollten, und worauf Sie sonst noch achten sollten.


Gemüsebeet vorbereiten

Gemüse benötigt guten Boden und einen sonnigen Platz im Garten. Daher ist beim Anlegen eines Beets eine Nord-Süd-Ausrichtung sinnvoll. Das Beet sollte an einem windgeschützten, aber nicht windstillen Ort liegen. Eine gute Luftzirkulation in den Beeten ist wichtig, damit Blätter schnell abtrocknen können. Schädlinge fühlen sich in windstillen Ecken nämlich besonders wohl. Niedrige Schnitthecken oder ein bepflanzter Zaun sind gut für das Kleinklima im Gemüsegarten. Das Beet mit einer Grabegabel ca. 20 bis 30 cm tief auflockern oder mit einem Sauzahn durchlüften. Unkraut entfernen, den Boden mit reifem Kompost anreichern und die Oberfläche glatt harken. Dann sollte der Boden mindestens eine Woche ruhen, da er sich noch absetzt.

Warum kleine Flächen besser sind

Grundsätzlich sind Ihren Gestaltungswünschen keine Grenzen gesetzt. Gemüsebeete können durchgehend in Reihenmischkultur betrieben werden. Es ist aber deutlich übersichtlicher und die Beete können viel einfacher bepflanzt und gepflegt werden, wenn sie in rechtwinklige Beete mit je 1,20 Meter Breite und maximal 5 Meter Länge unterteilt werden. Ein Hauptweg sollte etwa 60 bis 80 cm breit sein, damit man auch mit der Schubkarre noch gut durchkommt, bei den schmalen Trittwegen reichen in der Regel 30 cm Breite.


Pflanzplan & Bepflanzung

Es lohnt sich, schon vor Beginn des Gartenjahres einen Pflanzplan für das Gemüsebeet zu erstellen und die Beete maßstabsgetreu aufzuzeichnen. Dafür macht man sich am besten eine Liste jener Gemüsearten und Kräuter, welche der Familie am besten schmecken und verteilt diese nach Gesichtspunkten des Fruchtwechsels auf die verfügbaren Beete.
Dank eines geschickt angelegten Beets können Sie von Frühling bis Herbst frisches Gemüse ernten.

Egal ob Samen oder Jungpflanzen, am besten werden sie in übersichtlichen Reihen gesät bzw. gepflanzt und danach feucht gehalten. Ausgesät wird so, dass sich die benachbarten Pflanzen bei der Reife gerade berühren. Die entsprechenden Abstände sind auf den Saatgut-Verpackungen angegeben.

Jungpflanzen müssen gut durchwurzelt sein und sollten vor dem Pflanzen noch einmal angegossen werden. Gemüse wird fast immer so tief eingepflanzt, wie es vorher im Topf stand, Lauch und Tomaten werden etwas tiefer gesetzt, Salat und Paprika sollten etwas höher stehen.

Bei Starkzehrern zusätzlich noch reifen Kompost in die aufgelockerte Erde geben. Die Pflanzen gut andrücken und besonders in den ersten zwei Wochen ausreichend wässern.


Die Vorteile einer Mischkultur:

  1. Beugt Bodenmüdigkeit und Ausbreitung von Krankheiten und Schädlingen vor.
  2. Gute Nachbarn im Beet ergänzen sich zu einer starken Gemeinschaft: Einer schattiert das Beet des anderen, wodurch Verdunstung vermindert und Unkraut reduziert wird.
  3. Viel mehr Auswahl als bei Monokultur im Garten.
  4. Beetflächen werden optimal ausgenutzt, besonders in kleinen Gärten.

Stark-, Mittel- und Schwachzehrer: Wer ist wer?

Mit einer ausgewogenen Kombination aus Stark-, Mittel- und Schwachzehrern bekommen die Pflanzen immer ein ausgewogenes Nährstoffangebot aus dem Boden. Weiterer Vorteil: Sie kommen sich im Idealfall weder unter noch über der Erde in die Quere.

3 Jahre Fruchtfolge im Beet:

Starkzehrer (1. Jahr):
Gemüse mit hohem Nährstoffbedarf, die einen kräftigen, gut gedüngten, stickstoffreichen und ausgeruhten Boden bevorzugen: Kartoffel, Gurken, Tomaten, Zucchini, Kürbis, Lauch, Brokkoli, Blumenkohl, Rosenkohl, Sellerie

Mittelzehrer (2. Jahr):
Auch sie brauchen eine gute Nährstoffgrundlage für kräftige Erträge: Paprika, Möhren, Rote Bete, Salat, Spinat, Kohlrabi, Fenchel, Knoblauch

Schwachzehrer:
kommen auch mit mageren, nährstoffarmen und trockenen Standorten zurecht: Bohnen, Erbsen, Feldsalat, Kräuter, Radieschen, Pflücksalate, Zwiebeln


3 wichtige Pflegetipps für Ihr Gemüse

Mulchen

Beim Mulchen wird die Erdoberfläche mit organischem Material wie Kompost, Rindenmulch, Rasenschnitt oder Mist abgedeckt. Sehr effektiv, aber Vorsicht vor Kältebrücken und Stickstoffverlust im Boden!

Bewässern

Die Bewässerung hängt von Saison, Witterung, Boden und Gemüseart ab. Flachwurzler (Salat) wollen häufiger oberflächlich gegossen werden, Tiefwurzler (Tomaten) brauchen regelmäßig Wasser bis zu einem Meter Tiefe.

Regelmäßig Unkraut entfernen

Weg mit dem Konkurrenten! Das Entfernen (Jäten) von Unkräutern ist leider Pflicht im Gemüsegarten. Nicht wegen der Optik – Unkräuter rauben Platz im Beet und entziehen dem Boden wichtige Nährstoffe.

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