DIY: Verschönern Sie Ihr Zuhause mit Fake-Fachwerk

Wer den Charme alter Bauernhäuser liebt, holt sich mit einem vorgeblendeten Fachwerk im Handumdrehen die gewünschte Portion rustikaler Gemütlichkeit nach Hause.


Ran an's Holz!

gegen die wand stemmen

Praktischerweise wird das Holzständerwerk einfach auf eine bestehende Wand aufgeschraubt. So kann der Traum vom Fachwerk auch in der Mietwohnung wahr werden und macht auch einen späteren Stilwechsel locker mit.

Folgende Materialien benötigen Sie:

  1. Altholzbalken
  2. Holzschrauben (Kreuzschlitz oder Torx)
  3. Schleifklotz
  4. Holzlasur
  5. Schrauben zur Wandmontage
  6. Dübel

Dieses Werkzeug wird gebraucht:

  1. Fuchsschwanz und Sägebock
  2. Bohrschrauber, Forstner und Holzbohrer
  3. Steckschlüsselsatz mit passenden Bits
  4. Zollstock, Winkel, Bleistift und Wasserwaage
  5. Pinsel und Farbroller

Wand ausmessen

1. Genau messen

Damit am Ende kaum erkennbar ist, dass die Hölzer nur auf der Wand aufliegen, sollten sie am besten bis zur Decke reichen. Deshalb ist hier millimetergenaues Messen gefragt.

Beachten Sie:
Die Raumhöhe immer an mehreren Stellen abnehmen und auf die Ständer übertragen. Auch die Breite sollte die ganze (Teil-) Wand füllen, um die Illusion perfekt zu machen.


Winkelmesser sind enorm praktisch

2. Keine Angst vor Winkeln

Nun kommen die schrägen Streben unseres Fachwerks an die Reihe: Dafür benutzen Sie idealerweise einen Winkelmesser. Damit lassen sich die Gradzahlen nämlich ganz leicht auf die Altholzbalken übertragen.

Hinweis:
In der Regel betragen die Winkel bei Holzkonstruktionen dieser Art 45°. Auch die Ständer lassen sich mit dem Werkzeug optimal im rechten Winkel anzeichnen.


Balken werden mit einem Fuchsschwanz zugeschnitten

3. Voll Bock auf Sägen?

Jetzt folgt der Griff zum Fuchsschwanz, um die Balken zurechtzuschneiden. Dank seiner Größe meistert er auch locker dicke Hölzer. Wer es sich ein bisschen leichter machen möchte, greift zur elektrischen Säbelsäge mit ausreichender Schnitttiefe.

Hier gilt:
Immer außen an den Markierungen sägen, denn die Sägeblatt-Stärke ist als Schnittverlust einzukalkulieren.


Holzlasur auftragen

4. Make-up fürs Holz

Sind alle Balken auf die richtige Länge gebracht und die Kanten mit einem Schleifklotz geglättet, sollten sie mit Holzlasur behandelt werden. Ob Sie dafür eine farblose oder eine getönte Variante wählen, bleibt Ihnen überlassen. Die Lasur schützt die Hölzer auch drinnen vor Feuchtigkeit, Vergilbung und Schmutz.

Wichtig:
Aufgetragen wird die Lasur immer in Richtung der Holzfasern. Der endgültige Farbton zeigt sich dann nach dem Trocknen.


Bohrungen für die Wandbefestigung

5. Wegbereitung für die Montage

Nun erhalten die Ständer Bohrungen zur späteren Wandbefestigung. Sie werden im oberen Drittel des „Fake-Fachwerks“ positioniert – optimalerweise in der Mitte zwischen dem oberen Querholm und den Ansatzpunkten der schrägen Streben. Um die Schrauben später gut versenken zu können, werden die Löcher auf der Sichtseite zusätzlich mit dem Forstnerbohrer geweitet.

Nicht vergessen:
Die Bohrlöcher auf die Wand übertragen und dort ebenfalls vorbohren, um passende Dübel zu setzen.


Flachverbinder werden angebracht

6. Eine Verbindung, die hält!

Zum Zusammenfügen der Einzelteile kommen Flachverbinder aus Eisen zum Zug – als Blech, T-Stück oder Eckwinkel, je nach Einsatzort.

Da das Altholz stark abgelagert und darum relativ hart ist, werden sämtliche Löcher durch die Bleche markiert und dann vorgebohrt. Die Schrauben können mit dem Bohrschrauber oder einer Ratsche angezogen werden

Beachten Sie:
Den Bohrschrauber immer senkrecht halten!


Holzelement aufstellen

7. Aufstellung, bitte!

Der Endspurt verlangt jetzt ein wenig Krafteinsatz: Sind alle Holzelteile zusammengefügt, wird das komplette Zierfachwerk aufgestellt und an die Wand gelehnt. Dann richten Sie das ganze Element so aus, dass sich die Bohrlöcher in Balken und Wand decken.

Hinweis:
Zu zweit lässt sich das Fachwerk leichter und sicherer aufstellen.


Schrauben festziehen

8. Ritsch, ratsch – alles sitzt fest

Nun nur noch die Schrauben zur Wandbefestigung durch die Löcher stecken und das Ständerwerk senkrecht ausrichten, bis die Schrauben etwas in den Löchern stecken. Mit einer Ratsche fest anziehen, bis sie gut in den Löchern versenkt sind und nichts mehr wackelt.

Tipp:
Wer möchte, kann die Bohrungen abschließend mit Holzkitt oder passend abgesägten Holzdübeln füllen, so dass gar kein Metall mehr hervorspitzt.


Hier finden Sie das richtige Material und Werkzeuge:

  • Bosch Power for All 12V Akku-Bohrschrauber EasyDrill 12

    Bosch Power for All 12V Akku-Bohrschrauber

    71 , 25

  • Makita CXT 12V max. Akku-Bohrschrauber DF333DSAE (2 Akkus)

    Makita CXT 12V max. Akku-Bohrschrauber

    149 , -

  • Wisent Tischlerwinkel  (300 mm)

    Wisent Tischlerwinkel

    16 , 95

  • Bessey Druckguss-Schraubzwinge LM 25/8 (Spannweite: 250 mm)

    Bessey Druckguss-Schraubzwinge

    12 , 50

  • Stabilit Möbel-Lenkrolle  (Durchmesser: 36 mm)

    Stabilit Möbel-Lenkrolle

    2 , 05

  • Tesa Extra Power Gewebeband PERFECT (Rot, 2,75 m x 38 mm)

    Tesa Extra Power Gewebeband

    4 , 95

    pro Stück (1  m = 1,80 )

  • swingcolor Buntlack Kunstharz für Außen (Rapsgelb, 125 ml)

    swingcolor Buntlack

    6 , 50

    pro Stück (1  l = 52,- )

  • Einhell Akku-Bohrschrauber TH-CD 12-2 Li

    Einhell Akku-Bohrschrauber

    45 , 90

  • Küpper Werkbank

    Küpper Werkbank

    275 , -

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