Von Material bis Einbau: Was kosten neue Fenster?

Lohnt sich: Fenster austauschen und Energie sparen

Alles hat ein Ende – das gilt auch für Fenster. Spätestens wenn die Fensterrahmen undicht werden und sich Kondenswasser und Eisblumen an der Verglasung zeigen, wird es Zeit, neue Fenster einbauen oder die alten Fenster austauschen zu lassen. Abhängig von der Anzahl der ausgetauschten Fenster und ggf. Türen, kann für den Einbau eine stattliche Summe zusammenkommen.

Doch die gute Nachricht ist: Dank der verbesserten Wärmedämmung zahlt sich die Investition in neue Fenster auf längere Sicht auf jeden Fall aus. Mit welchen Fenster Kosten Sie rechnen müssen und was Sie sparen können, erfahren Sie hier.


Warum Sie tauschen sollten: Was leisten neue Fenster?

Alte, oft noch einfach verglaste Fenster und Türen an Balkon oder Terrasse schaffen es nach einer gewissen Zeit nicht mehr, die Kälte aus Ihrem Haus auszusperren. Stattdessen verschenken alte Fenster jede Saison pro Quadratmeter die Wärme von rund 55 Litern Heizöl, was sich nicht nur in den Heizkosten, sondern auch in der Energiebilanz niederschlägt.

Deshalb wurde bei modernen Fenstern großer Wert auf die Qualität und Energieeffizienz gelegt. Standardmäßig verfügen Fenster, ob Kunststoff oder Holz, heute mindestens über eine Zweifach-Verglasung, oft sogar über eine Dreifach-Verglasung. Dadurch sind gute Dämmwerte garantiert. Dazu gibt es Sonderfunktionen wie selbstreinigende Scheiben, Sonnenschutzverglasung, Edelgas zwischen den Scheiben und vieles mehr, für die zusätzliche Kosten anfallen können. Abhängig von der gewählten Ausstattung und von der Rahmenart, können Fenster zwischen wenigen hundert bis zu mehreren tausend Euro kosten, dazu kommen ggf. die Kosten für den fachgerechten Einbau. Dafür können heutige Fenster 40 bis 50 Jahre alt werden, so dass sich der Preis bereits mittelfristig wegen der gesunkenen Heizkosten rechnet.

Wohnzimmer Fenster

Was Sie berücksichtigen müssen: Wovon wird der Preis beeinflusst?

Bei den Preisen von neuen Fenstern spielen verschiedene Faktoren eine Rolle:

1. Die Verglasung
Fenster mit 2-fach Verglasung sind günstiger als solche mit 3-fach Verglasung. Im Gegenzug verfügen 3-fach verglaste Fenster über eine noch bessere Energieeffizienz und sparen deshalb noch mehr Heizkosten. Auf lange Sicht lohnt sich die Investition in 3-fach verglaste Fenster meist. Achten Sie auf den U-Wert – der U-Wert gibt den Wärmeverlust bei Bauteilen im Haus an. Empfehlenswert ist ein U-Wert von unter 1 W/(m²K). Ein besserer U-Wert ist auch die Voraussetzung für staatliche Förderung. Weitere Informationen zur Fenster-Förderung finden Sie unten.

2. Das Material des Fensterrahmens
Fensterrahmen unterscheiden sich nicht nur in der Optik und in der Pflegeleichtigkeit, sondern auch im Preis. Am günstigsten sind Kunststofffenster, gefolgt von Holzfenstern und Holz-Aluminiumfenstern. Am teuersten sind Aluminiumfenster, die aber eher im gewerblichen Bereich eingesetzt werden. Kunststofffenster bieten dabei ein besonders gutes Preis-Leistungs-Verhältnis, da sie über gute Dämmwerte verfügen, pflegeleicht und vielseitig, zum Beispiel in der Farbe, sind.

3. Die Größe des Fensters
Kleinere Fenster kosten mehr als größere, Standardformate sind günstiger als besondere Formate wie bodentiefe Fenster mit schmalen Rahmen. Je mehr Glas und weniger Rahmen, desto mehr steigt der Preis – aber desto mehr Licht fällt auch ins Haus.

4. Die Ausstattung
Auch hier gilt: Der Standard ist am günstigsten. Möchten Sie Fenster mit Sonnenschutz, selbstreinigende Scheiben oder Fenster, die besonders gegen Einbruch geschützt sind? Solche Wünsche kosten mehr.

5. Den Standort
Besondere Orte erfordern besondere Fenster: Kellerfenster sind ggf. günstiger als normale Fenster, während Dachfenster aufgrund ihrer immer ausgeklügelteren Konstruktionen und hohen Qualität meist etwas teurer sind.

6. Die Eigenleistung
Zu den Kosten für das Fenster kommen die für den fachgerechten Einbau durch Fachleute. Fenster in einem Neubau einzubauen, ist in der Regel günstiger als die alten Fenster in einem Altbau durch neue zu ersetzen. Wenn Sie handwerklich begabt sind und den Einbau bzw. Austausch in guter Qualität selbst übernehmen können, sparen Sie an dieser Stelle bares Geld.


Womit Sie rechnen können: Was kosten neue Fenster?

Geld

Um Ihnen einen ersten Anhaltspunkt zu geben, gehen wir bei der folgenden Rechnung von Standardfenstern im Maß 1,05 m x 1,35 m aus. Bei BAUHAUS erhalten Sie die Fenster im Online-Shop und im Fachcentrum zu folgenden Preisen:

Kunststofffenster mit 3-fach Wärmeverglasung: ab ca. 160 €
Holzfenster mit 3-fach Verglasung: ab ca. 349 €
Holz-Aluminium-Fenster mit 3-fach Verglasung: ab ca. 497 €

Diese Preise multiplizieren sich natürlich noch mit der Anzahl der Fenster. Bei einem Haus mit ca. 12 Fenstern liegen die gesamten Kosten (inklusive Montage!) zwischen 7.500 und 15.000 Euro.

Will man den Preis auf den Quadratmeter umrechnen, kommt man bei 35 Quadratmeter Fensterfläche auf Fenster Preise zwischen 14.000 und 25.000 Euro.


Erhält man eine Förderung, wenn man neue Fenster einbauen lässt?

Energetische Sanierungen – und darunter fällt der fachgerechte Einbau neuer Fenster – werden vom Staat gefördert. Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) fördert neue Fenster im Bestandsgebäude mit 15 Prozent. Das gilt allerdings nur für Fenster mit Dreifach-Verglasung. Zusätzliche 5% können Sie sparen, wenn ein Individueller Sanierungsfahrplan (ISFP) von dafür zertifizierten Energieberaterinnen oder -beratern erstellt und die Arbeiten wie dort geplant umgesetzt werden. So können Sie insgesamt bis zu 20 Prozent der Investition von max. 60.000 Euro erstattet bekommen, das entspricht max. 12.000 Euro.

Außerdem können Sie 20 Prozent des Arbeitslohns für Handwerkerinnen und Handwerker von der Steuerschuld abziehen und sich so einen Steuervorteil sichern.

Wie hoch fällt die Rechnung der Handwerker:innen aus?

Apropos Handwerker:innen: Wie sieht es denn mit ihren Kosten aus? Grob geschätzt, braucht ein Handwerkersbetrieb dank seines Know-hows nur ca. drei Stunden pro Fenster. Die gesamten Kosten für den fachgerechten Einbau lassen sich nach folgender Formel berechnen:

Stundenlohn x 3 x Anzahl der Fenster=Gesamtkosten des Einbaus

Dazu kommen natürlich noch die Kosten für die neuen Fenster.

Wieviel lässt sich mit neuen Fenstern einsparen?

An Ihrer Heizkostenabrechnung werden Sie merken, dass es sich lohnt, alte Fenster gegen neue austauschen zu lassen. Das liegt an der guten Wärmedämmung von neuen Fenstern, mit der sich mittelfristig viele Kosten einsparen lassen.

Hochrechnungen zeigen, dass sich die Investition in neue Fenster in einem Einfamilienhaus nach ca. 15 Jahren ausgleicht und man danach anfängt zu sparen. Bei einer Lebensdauer von ca. 25 Jahren kommen also noch 10 Jahre zusammen, in denen Sie Heizkosten sparen und CO2-Emissionen senken.

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