Algen im Pool? Keine Chance!

Sommer ist, wenn Blümchen blühen und Pflanzen sprießen – Aber bitte nicht im Wasser! Auf dem Teller mag uns so manche Alge als Umhüllung frischer Meeresfänge überzeugen, doch wer es schon mal mit Algen im Pool zu tun hatte, weiß, wie lästig die Grünpflanze im heimischen Schwimmbecken sein kann: Sie trübt nicht nur das Wasser, sondern auch den Badespaß. Sind Sie über die häufigsten Ursachen der Algenbildung informiert und machen bei der Poolpflege keine Abstriche, schaffen Sie die besten Voraussetzungen für klare Sicht.

Und sollte das Wasser doch mal ergrünen, haben wir ein paar einfache Tricks, mit denen Sie lästige Algen im Pool wieder loswerden.


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Wie entstehen Algen im Pool?

Algenwachstum wird durch unterschiedliche Faktoren begünstigt. Wer aber die Ursachen kennt, kann mit der richtigen Pflege ein ernstes Algenproblem verhindern.

 

  1. Wetter
    Wie so viele Pflanzen fühlen sich auch Algen unter warmen und feuchten Bedingungen besonders wohl. Ist der Pool dauerhaft starker Sonneneinstrahlung ausgesetzt, bietet sich dank der warmen Temperaturen ein optimaler Nährboden für zahlreiche Algenarten. Aber auch wechselhaftes Wetter – wie extreme Hitze und starke Niederschläge in kurzer Folge – lässt das Grünzeug sprießen. Pools, die dicht an Hecken, Zäunen oder Mauern gebaut und häufigem Wechsel zwischen Schatten und Sonne ausgesetzt sind, begünstigen das Algenwachstum ebenfalls.

  2. Verschmutzung
    Laub, Schmutz, Haare, Sonnencreme und Hautschuppen sind die häufigsten Ursachen für die Verschmutzung von Pools. Je mehr Keimquellen sich im Wasser befinden, desto einfacher breiten sich Algen aus.

  3. Chlorgehalt
    Ein gutes Mittel zur Desinfektion gehört in jeden Pool – allein schon, um schädliche Bakterien abzutöten. Ist der Chlorgehalt zu niedrig, kann es passieren, dass trotz Chlor Algen im Pool zu finden sind.

  4. pH-Wert
    Oftmals sind Algen im Pool auch auf einen falschen pH-Wert zurückzuführen. Idealerweise liegt dieser zwischen 7,0 und 7,4. Ist der pH-Wert zu niedrig oder zu hoch, kann das zugefügte Chlor nicht optimal wirken und der Pool wird anfälliger für die Verbreitung von Bakterien und Keimen.

  5. Poolpflege
    Allen Ursachen geht eines voraus: Ein Pool möchte ausreichend gepflegt werden. Machen Sie sich mit der richtigen Poolpflege vertraut und nutzen Sie kleine Helfer wie Poolroboter oder Sandfilteranlagen, um sich vor den glitschigen Eindringlingen zu schützen.

 

Schritt für Schritt: Wie reinigen Sie Ihren Pool von Algen?

Mit der perfekten Kombination aus Körpereinsatz und Einsatz von Chemie entfernen Sie die Algen aus Ihrem Pool und hemmen gleichzeitig das Algenwachstum. So geht's:

1. Schritt: pH-Wert testen

pH Test am Pool

Wenn Sie plötzlich auf grünes Poolwasser gucken, ist mit ziemlicher Sicherheit der pH-Wert zu hoch. Messen Sie deshalb als Erstes den pH-Wert und den Chlorgehalt des Wassers mit Hilfe von Testgeräten oder Teststreifen. Ist der pH-Wert zu hoch, können Sie ihn mit pH-Minus in den benötigten Bereich von 7,2 bringen. Der Chlorgehalt sollte bei ca. 0,3 g/ml liegen – hier müssen Sie nur mit Tabs oder Granulat gegensteuern, wenn der Wert zu niedrig ist.

2. Schritt: Gründlich reinigen

Pool mit Poolbürste reinigen

Ums Putzen kommen Sie nicht herum: Jetzt muss der Pool sehr gründlich gereinigt werden. Entfernen Sie Verschmutzungen mit dem Kescher und schrubben Sie die Algen mit einer entsprechenden Poolbürste von den Wänden und vom Boden Ihres Pools. Bei Fliesen können Stahlbürsten verwendet werden, bei Folie unbedingt eine weichere Bürste. Bei besonders starkem Algenbefall kann der Filter beim Absaugen der Algen aus dem Wasser unterstützen – das Ventil der Filteranlage sollte dann auf "Waste" gestellt sein.

3. Schritt: Stoßchlorung durchführen

Schwimmdosierer wird befüllt

Damit das Poolwasser wieder chemisch rein wird, muss jetzt Chlor her – und zwar richtig viel. Geben Sie dafür am besten Super-Chlortabs oder Super-Chlorgranulat, die speziell für die Stoßchlorung eingesetzt werden können, in den Schwimmdosierer. Wieviel Sie für Ihren Pool brauchen, können Sie der Packung entnehmen. Wichtig ist, dass der pH-Wert optimal eingestellt ist – optimal sind 7,2 bei einer Wassertemperatur zwischen 15 und 18°C.

4. Schritt: Filter aktivieren

Filter aktivieren

Damit das Wasser ordentlich umgewälzt wird und dabei die letzten Algen aus dem Wasser gefiltert werden, lassen Sie den Filter mindestens 8 Stunden, gern aber auch länger laufen. Je nach Algenbefall kann es nötig sein, Schritt 3 und 4 noch einmal zu wiederholen.

5. Schritt: Filter reinigen und Zubehör desinfizieren

Frau im Pool

Damit Ihre ganze Mühe nicht umsonst war, müssen Sie den Algen zum Schluss noch einige Nährböden entziehen. Der erste ist der Filter – reinigen Sie ihn gründlich, damit Sie die Algen nicht wieder in den Pool spülen. Außerdem sollte alles, was mit dem Poolwasser in Berührung gekommen ist, desinfiziert werden. Das gilt für Luftmatratzen genau wie für Spielzeug, Badesachen und dergleichen mehr, die ebenfalls Algen transportieren können.

6. Schritt: Poolwasser erneut testen

pH-Wert Test am Pool

Fast geschafft: Zur Sicherheit sollten Sie noch einmal den pH-Wert und den Chlorgehalt des Wassers testen, der nach einer Stoßchlorung ein wenig Zeit braucht, um sich auf das richtige Niveau einzupendeln. Alles im grünen Bereich? Dann viel Spaß im Pool!

Sind Algen im Pool gefährlich?

Normalerweise sind Algen im Pool nicht gefährlich. Es gibt zwar zahlreiche Algenarten, die sich gerne in Swimmingpools ausbreiten. Doch im Regelfall sind dies Arten von Gelb-, Schwarz- oder Grünalgen, die weder gesundheitsschädigend sind noch dem Pool selbst erheblichen Schaden zufügen. Allein die Blaualge kann für den Menschen gefährlich sein. Deren Verbreitung ist in heimischen Pools allerdings höchst unwahrscheinlich, da dafür schon das Leitungswasser vor dem Befüllen des Pools stark verunreinigt sein müsste.

Algen im Pool entfernen: So geht es richtig

Was tun bei Algen im Pool? Selbst die beste Poolpflege und modernste Ausstattung können Algen im Pool nicht immer verhindern. Mit diesen Tipps haben Sie die Lage aber schnell wieder im Griff:

Pool reinigen: Sie ahnen es schon: Besonders gerne sammeln sich Algen auf dem Poolboden, an den Wänden und auf Treppenstufen. Es darf also einmal fröhlich geschrubbt werden. Wer in einen Poolroboter investiert, spart sich die manuelle Arbeit und kann den Pool automatisch reinigen lassen. Abgelöste Algen sollten dann mit einem Kescher aufgefangen und das Wasser durch die Filteranlage gepumpt werden. Je nach Stärke des Algenbefalls lassen Sie die Anlage 24-48 Stunden oder sogar länger laufen.

pH-Wert: Kontrollieren Sie den pH-Wert und stellen Sie ihn, wenn nötig, wieder auf ca. 7,2 ein.

Stoßchlorung bzw. Schockchlorung: Je nachdem welches Chlormittel Sie verwenden, müssen Sie jetzt die empfohlene Menge Chlorgranulat (oder bei starker Verschmutzung Poolschocker mit stabilisiertem Chlor) über die Filteranlage ins Wasser geben. Die Umwälzpumpe sollte jetzt mindestens 24 Stunden laufen. Im Anschluss reinigen Sie die Filter.

Algenschutzmittel: Ein magisches Algenmittel für Pools gibt es leider nicht. Um aber das Risiko eines erneuten Befalls zu minimieren, sollten Sie ein geeignetes Algizid über die Filteranlage in den gereinigten Pool geben. Bei starker Trübung empfiehlt sich zusätzlich ein Flockungsmittel, das feine Trübstoffe im Wasser bindet. Die Filteranlage kann die größeren Partikel dann herausfiltern.

Chlor- und pH-Wert prüfen: Bevor es wieder ans Baden geht, kontrollieren Sie noch einmal die Chlor- und pH-Werte und passen sie gegebenenfalls an.


Kann ich Algen im Pool mit Hausmitteln bekämpfen?

Wirklich wirksame Alternativen zu chemischen Algenvernichtern gibt es nicht. Sind sie einmal da, verbreiten sich die Pflanzen so schnell und hartnäckig, dass Hausmittel kaum eine Chance haben. Als sanftere Alternative zu Chlor eignet sich Aktivsauerstoff. Dieser erfordert allerdings mehr Aufmerksamkeit bei der Dosierung und muss noch engmaschiger kontrolliert werden.

Extra-Tipp: Welche Chemikalien Sie auch verwenden: Schauen Sie sich die Anweisungen des Herstellers genau an und halten Sie sich an die vorgegebenen Mengenangaben. Beim Umgang mit chemischen Mitteln sollten Sie außerdem immer Handschuhe und eventuell Schutzkleidung tragen. Manchmal empfiehlt sich auch eine Atemschutzmaske, um das Einatmen giftiger Stoffe zu verhindern.

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